Frauen und Mädchenfußball
Frauenfußball: …einst belächelt, nun olympisch
Vorab ein wenig zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland und bei Grün-Weiss Eimsbüttel.
Frauenfußball war schon länger präsent als vom DFB zugelassen: Bereits in den
30er Jahren gruppierten sich erste Frauen, die Interesse am runden Leder zeigten. Dies geschah an heimlichen und versteckten Orten und glich eher einem lockeren Training als einem ernst zu nehmenden Spiel. 1950 verstärkten sich die Gruppen und begannen einen so genannten wilden Spielbetrieb, unter anderem gegen Männermannschaften. Der DFB verpönte diese Art des Spielbetriebs in weiblicher Form und verbot 1955 den Spielbetrieb für Frauen. Dies führte aber nicht zu dem erwünschten Effekt, die Frauen vom runden Leder fern zu halten und den Sport als eine Männerdomäne fortzuführen.
Bereits 1960 war der wilde Spielbetrieb so weit fortgeschritten, dass das erste Länderspiel auf heimischem Boden zustande kam. Der DFB musste einlenken, zeichnete sich doch die Gefahr ab, dass der Frauenfußball einen eigenen Verband gründen würde. 1970 wurde das Verbot offiziell vom DFB aufgehoben, und 1977 wurde Hannelore Ratzeburg Repräsentantin des Frauenfußballs im DFB, also nach 40jährigem Kampf um die Emanzipation der Frauen im Fußballsport.
Seitdem ist viel passiert: Die deutschen Fußballfrauen sind sechsfacher Europameister, Vizeweltmeister und zweifacher Weltmeister mit Birgit Prinz als Weltfußballerin. Gekrönt werden soll dieser Erfolg mit der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland. Der jährliche Mitgliederzuwachs im Frauen- und Mädchenfußball liegt konstant bei 20 %; damit gewinnt dieser Sport bei Frauen und Mädchen kontinuierlich an Interesse.
Zur Geschichte der Frauenfußballabteilung von Grün-Weiss Eimsbüttel ist besonders erwähnenswert, dass Grün-Weiss Eimsbüttel von 1975 bis1982 unter der Leitung von Hannelore Ratzeburg (sie bekam 2009 das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement) und Friedrich Rabe die größte Abteilung für Frauen- und Mädchenfußball im gesamten DFB hatte. Diese Arbeit gipfelte im Aufstieg in die bis dahin höchste Spielklasse für Frauen, die Verbandsliga. Ein Jahr später gelang der erneute Aufstieg in die neu gegründete Oberliga Nord.
Diese Eckdaten unterstreichen die Tradition des Frauenfußballs im Sportverein
Grün-Weiss Eimsbüttel.


